Bewilligung Fördermittel
Die Fördermittel aus dem Bundesprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW) sind bewilligt.
Chance für Oberweiler: Für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer in Oberweiler eröffnet sich die Option für ein Wärmenetz. Die im Jahr 2025 abgeschlossene Wärmeplanung hat hier eine hohe Wärmedichte festgestellt. Ein Wärmenetz ist also prinzipiell realisierbar. Um die wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen zu prüfen, führt die Gemeinde gemeinsam mit dem örtlichen Wärmenetzbetreiber, der Badenweiler Energie GmbH (BaEnG) derzeit eine Machbarkeitsstudie durch. Die Möglichkeit einer Wärmeversorgung via Wärmenetz sowie die nachhaltige Wärmeerzeugung werden darin näher untersucht.
Erfahrung vor Ort: Im Kernort von Badenweiler besteht bereits seit 1992 ein Wärmenetz, an das heute rund 35 Gebäude angeschlossen sind. Ursprünglich wurde das Netz zur Versorgung der Cassiopeia Therme aufgebaut und in den folgenden Jahren schrittweise erweitert. Betreiberin des Wärmenetzes ist seit 2010 die Badenweiler Energie GmbH (BaEnG). Ziel ist es, entsprechend des bereits vorliegenden Transformationsplans, das Wärmenetz schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen.
Grundlage für die mögliche Entwicklung eines Wärmenetzes in Oberweiler ist ein ausreichendes Anschlussinteresse der Gebäudeeigentümer. Um ein vollständiges Bild zu erhalten, werden alle Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer in Oberweiler gebeten, den Fragebogen unten auf dieser Seite auszufüllen. Positive wie ablehnende Antworten ermöglichen den Planerinnen und Planern eine solide Datengrundlage für die weiteren Schritte.
Nutzen Sie den folgenden Online-Fragebogen, um Interesse an einem Nahwärmeanschluss zu bekunden. Auch bei Nicht-Interesse freuen wir uns über eine entsprechende Rückmeldung. Das Ausfüllen dauert etwa fünf Minuten. Bitte halten Sie Informationen rund um den Wärmeverbrauch Ihres Gebäudes bereit. Haben Sie mehrere Gebäude, nutzen Sie für jedes Gebäude ein eigenes Formular.
Für Eigentümergemeinschaften kann auch der Hausverwalter oder ein entsprechender Vertreter der Eigentümergemeinschaft den Fragebogen für das gesamte Gebäude ausfüllen.
Die Fördermittel aus dem Bundesprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW) sind bewilligt.
Die BaEnG beauftragt die badenovaWÄRMEPLUS mit der Machbarkeitsstudie. endura kommunal übernimmt u.a. das Interessenbekundungsverfahren.
Informationen über die geplanten Schritte im Rahmen der Machbarkeitsstudie, Stand und Vorteile der Nahwärme vor Ort, Ablauf der Interessensbekundung
Die Präsentation von Badenova und endura kommunal (PDF, nicht barrierefrei)
Gebäudebesitzer in Oberweiler können den Fragebogen ausfüllen. Abgabe bis spätestens 24.07.26.
Die Ergebnisse der Interessensbekundung und die weiteren Schritte werden über das Amtsblatt veröffentlicht.
Ein kurzer Erklärfilm der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) zeigt Ihnen, warum Nahwärme effizient ist, wie die Wärme zu den Häusern transportiert wird und warum Wärmenetze kostengünstiger sind, je mehr Haushalte sich ans Netz anschließen lassen.
Der Wärme-Ratgeber von endura kommunal klärt übersichtlich die wichtigsten Fragen zu Technik und Funktion, Tarife und Kosten sowie der finanziellen Förderung von Nahwärme.
Wir haben Ihnen hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt. Informationen dazu, wie Nahwärme funktioniert und wie die Wärme ins Haus kommt sowie zu Fördermöglichkeiten und grundsätzlichen Tarifstrukturen finden Sie auch in unserem Ratgeber Nahwärme.
Es ist sinnvoll, langfristig zu denken und eine Öl- oder Gasheizung zu ersetzen. Fossile Energien werden über die CO2-Bepreisung kontinuierlich teurer. Für alle Heizungen, die noch nicht das Austauschalter erreicht haben, gibt es die Möglichkeit, einen inaktiven Anschluss ("Blindleitung") zu verlegen. Wer einen inaktiven Anschluss ins Gebäude legen lässt, muss diesen innerhalb von 2 Jahren nach Erstellung des Hausanschlusses aktivieren und Wärme beziehen. Ein nachträglicher Anschluss ist möglich. Der Anschluss in der Bauphase ist jedoch effizienter und daher kostengünstiger.
Nein, eine Sanierung ist nicht notwendig. Auch bei unsanierten Gebäuden kann der Wärmebedarf durch das Wärmenetz in jedem Fall gedeckt werden. Allerdings reduziert sich nach einer energetischen Sanierung der Wärmebedarf und damit die Kosten für den Wärmebezug.
Ja, die Nutzung von anderen regenerativen Wärmequellen ist möglich.
Hausanschlussleitung sowie Wärmeübergabestation (WÜST) bleiben im Eigentum des Eigenbetriebs. Für den internen Heizkreislauf, also den Anschluss von Wärmeübergabestation und Heizungssystem (Sekundärseite), ist der Gebäudeeigentümer zuständig. In unserem Wärme-Ratgeber finden Sie weitere Informationen zu Leitungen, Wärmeübergabestation und Heizkreislauf im Haus.
Um Wärme von der Nahwärmeleitung abnehmen zu können, wird eine sogenannte Wärmeübergabestation (WÜST) benötigt. Das ist ein technisches Gerät, das in Ihrem bisherigen Heizungskeller montiert wird. Hier wechselt die Wärme die Seiten: Vom primären zum sekundären Heizkreislauf. Die WÜST misst etwa 1 Meter auf 1 Meter und hat eine Tiefe von etwa 40 Zentimetern.
Primär heißt: Die Nahwärmeleitung unter der Straße sowie der Abzweig auf Ihrem Grundstück bis in ihren Heizungskeller und zur WÜST.
Sekundär heißt: Der Anschluss der WÜST an den hausinternen Heizkreislauf.
Wichtig: Die Wasserkreisläufe bleiben getrennt. Nur die Wärme wird in der WÜST "übergeben". Daher auch der Name.
Für die Zuleitung ist eine Kernbohrung von etwa 30 Zentimetern Durchmesser durch die Außenwand des Hauses notwendig. Diese wird im Anschluss vollständig verschlossen und gedämmt. Feuchtigkeit und Kälte bleiben außen vor. Die Oberfläche wird von der Tiefbaufirma in ihren Ursprungszustand zurückversetzt.
Weitere Ausführungen finden Sie im endura-Ratgeber unter "Hausanschluss".
Für die Einbindung der Wärmeübergabestation (WÜST) in den hausinternen Heizkreislauf ist Ihr Heizungsinstallateur zuständig. Weitere Informationen zum Thema Hausanschluss finden Sie in unserem Wärme-Ratgeber.
Die Wärmeübergabestation (WÜST) ist relativ flexibel. Sollten Sie also in 10 Jahren bspw. Ihren Dachboden ausbauen und mehr Wärme benötigen ist die bestehende Technik dafür gerüstet. Das gleiche gilt, wenn Sie in Zukunft deutlich weniger Wärme benötigen sollten.
Weniger Leistung: Die Leistung kann mit einer Begründung reduziert werden.
Mehr Leistung: Die Wärmeübergabestation kann auch mehr Wärme übertragen. Dafür wird in aller Regel eine Nach-Justierung bei der bestehenden Technik ausreichen. Nur bei sehr großen Leistungssprüngen (bspw. beim Anbau eines neuen Gebäudeteils) muss die Wärmeübergabestation getauscht werden.
Eine Umstellung der Brauchwasseraufbereitung ist nicht notwendig. Der alte Warmwasserspeicher kann beibehalten werden, sofern er funktionsfähig ist. Alternativ kann eine Frischwasserstation eingebaut werden.
Selbstverständlich, lediglich der Wärmeerzeuger hat sich geändert. Alle Heizkörper sind weiterhin über die Thermostatventile regelbar.
Die Gemeinde Badenweiler setzt auf nachhaltige und unabhängige Wärmeversorgung. Neben dem Wärmenetz im Kernort soll ein weiteres Wärmenetz in Oberweiler die Schule, die Halle und das Freibad sowie weitere Privatgebäude versorgen. Den Bürgerinnen und Bürgern wird damit die Möglichkeit gegeben, sich für eine klimafreundliche und regionale Wärmeversorgung zu entscheiden.
Die Badenweiler Energie GmbH (BaEnG) wurde 2010 zur Versorgung der Cassiopeia-Therme und weiteren Kureinrichtungen gegründet. Die Gesellschafter sind die Fernwärmegesellschaft Baden-Württemberg mbH und die Badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG.
Ziel ist die abschnittsweise wärmetechnische Erschließung des Ortskerns von Badenweiler. Ein Transformationsplan zur Umstellung des Wärmenetzes von derzeit Gas auf erneuerbare Energien wurde bereits 2025 abgeschlossen und soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden.