Informationsveranstaltung für Bürger:innen
Informationen zum geplanten Netzausbau, den Fördermöglichkeiten und den nächsten Schritten.
Im Betrieb: Seit Beginn des Jahres sind die ersten Gebäude in Glatten-West ans Wärmenetz angeschlossen. Jetzt soll der Ausbau des Wärmenetzes in Richtung Glatten-Ost und Böffingen geprüft werden. Im Ausbau befindet sich der Hackschnitzelkessel und die Nutzung der Abwärme der Firma Woodward L‘Orange. Zudem steht mit der Kläranlage potenziell weitere Abwärme zur Verfügung. Ob sie wirtschaftlich und technisch erschließbar ist, wird im aktuellen Projekt geprüft. Auch die Biogasanlage Ahornhof soll näher untersucht werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung der Nahwärme ist das Interesse der Gebäudeeigentümer.
Transparente Kosten: Glatten hat mit dem Eigenbetrieb Nahwärmeversorgung Glatten (NWG) die Weichen für eine unabhängige Wärmeversorgung gestellt. Die Gebühren werden im Gemeinderat per Satzung beschlossen und gelten für alle Abnehmer. Der Vorteil für die Kundinnen und Kunden: Die Entscheidung über die Preise wird vor Ort getroffen und ist jederzeit transparent.
Interesse entscheidet: Grundlage für die mögliche Erweiterung des Wärmenetzes in Glatten-Ost und Böffingen ist das Anschlussinteresse bei Privatpersonen und Gewerbe. Je mehr Abnehmer, desto größer die Wirtschaftlichkeit des Netzes. Wenn Sie Interesse an Nahwärme haben, füllen Sie bitte den Fragebogen unten auf dieser Seite aus. Sie erhalten im Anschluss automatisch weitere Informationen und einen Vorvertrag zugeschickt.
Der mögliche Ausbau des Wärmenetzes in Glatten-Ost und Böffingen stößt auf reges Interesse. Es sind zahlreiche Interessensbekundungen und etliche Vorverträge eingegangen. Der Abgabetermin für die Vorverträge ist bis Montag, den 31. August 2026 verlängert worden.
Um alle wichtigen Informationen parat zu haben, können Sie hier die Präsentation herunterladen (PDF, nicht barrierefrei). Die Karte rechts zeigt die Gebietsabgrenzung für das Untersuchungsgebiet. Alle Gebäudeeigentümer innerhalb dieser Grenze können uns ihr Interesse an einem Wärmenetzanschluss per Fragebogen mitteilen.
Nutzen Sie den folgenden Online-Fragebogen, um Interesse an einem Nahwärmeanschluss zu bekunden. Das Ausfüllen dauert etwa fünf Minuten. Bitte halten Sie Informationen rund um den Wärmebedarf Ihres Gebäudes bereit. Haben Sie mehrere Gebäude, nutzen Sie für jedes Gebäude ein eigenes Formular.
Bei Rückfragen zum Planungsprozess in Glatten oder bei allgemeinen Fragen zur Nahwärme nutzen Sie gerne die wöchentlichen Telefon-Sprechstunden mit den Expert:innen von endura kommunal:
dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr
Telefon: 0761 3869098-72
E-Mail: glatten@endura-projekte.de
Präsentation für die Fragestunden im Juli (PDF, nicht barrierefrei)
Informationsblatt rund um die Nahwärme in Glatten: Interessensbekundung, Anschlussbedingungen, Kosten, Förderung und Beratung (PDF zum Download, barrierefrei)
Förderinformation zum Heizungstausch
Präsentation der Informationsveranstaltung am 20. Mai 2026: Netzausbau, Prinzip Nahwärme, Erzeuger, Kosten, Zeitplan (PDF, nicht barrierefrei)
Informationen zum geplanten Netzausbau, den Fördermöglichkeiten und den nächsten Schritten.
Das Ausfüllen des Fragebogens signalisiert Interesse am Nahwärme-Anschluss - Abgabe bis 30.06.2026
Fragestunden vor Ort und online nutzen und Vorverträge unterzeichnen bis 31.08.2026
Auswertung der Vorverträge, Trassenplanung und Wirtschaftlichkeitsprüfung: Entscheidung, welche Straßen an das Wärmenetz angeschlossen werden
Information an alle Eigentümer mit unterzeichnetem Vorvertrag
Voraussichtlicher Baustart
Ein Wärmenetz ist umso wirtschaftlicher, je mehr Abnehmer pro Trassenabschnitt Wärme beziehen. Deshalb gestalten die Gebäudeeigentümer das Netz aktiv mit. Auf der Karte sehen Sie erste Tendenzen: Das Untersuchungsgebiet ist farbig markiert. Je heller das Gebiet, desto höher ist die Anschlussdichte derzeit. Um Ihnen eine Einschätzung zu erleichtern, ist außerdem vermerkt, wieviele Objekte zum Erreichen einer ausreichenden Anschlussdichte noch fehlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Netz in die eigene Straße kommt, steigt, je weniger Objekte fehlen.
WICHTIG: Es handelt sich bei der Darstellung um eine Momentaufnahme vom 24.7.2026. Jeder eingehende Vorvertrag verändert die Situation. Die Trassenplanung erfolgt erst, wenn die Abgabe der Vorverträge abgeschlossen ist. Die derzeitige Karte zeigt weder, wo eine Trasse künftig sicher verlaufen wird, noch zeigt sie, wo eine Trasse auf keinen Fall kommt.
Der Wärme-Ratgeber von endura kommunal klärt übersichtlich die wichtigsten Fragen zu Technik und Funktion, Tarife und Kosten sowie der finanziellen Förderung von Nahwärme.
Sie haben Fragen zur Förderung, zum Anschluss oder zur Technik im Haus? Unser Beratungsteam informiert Sie gerne. Immer dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr.
Telefon: 0761 3869098-72
E-Mail: glatten@endura-projekte.de.
Wir haben Ihnen hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt. Informationen dazu, wie Nahwärme funktioniert und wie die Wärme ins Haus kommt sowie zu Fördermöglichkeiten und grundsätzlichen Tarifstrukturen finden Sie auch in unserem Ratgeber Nahwärme.
Es ist sinnvoll, langfristig zu denken und eine Öl- oder Gasheizung zu ersetzen. Fossile Energien werden über die CO2-Bepreisung kontinuierlich teurer. Für alle Heizungen, die noch nicht das Austauschalter erreicht haben, gibt es die Möglichkeit, einen inaktiven Anschluss ("Blindleitung") zu verlegen. Wer einen inaktiven Anschluss ins Gebäude legen lässt, muss diesen innerhalb von 2 Jahren nach Erstellung des Hausanschlusses aktivieren und Wärme beziehen. Ein nachträglicher Anschluss ist möglich. Der Anschluss in der Bauphase ist jedoch effizienter und daher kostengünstiger.
Nein, eine Sanierung ist nicht notwendig. Auch bei unsanierten Gebäuden kann der Wärmebedarf durch das Wärmenetz in jedem Fall gedeckt werden. Allerdings reduziert sich nach einer energetischen Sanierung der Wärmebedarf und damit die Kosten für den Wärmebezug.
Ja, die Nutzung von anderen regenerativen Wärmequellen ist möglich.
Hausanschlussleitung sowie Wärmeübergabestation (WÜST) bleiben im Eigentum des Eigenbetriebs. Für den internen Heizkreislauf, also den Anschluss von Wärmeübergabestation und Heizungssystem (Sekundärseite), ist der Gebäudeeigentümer zuständig. In unserem Wärme-Ratgeber finden Sie weitere Informationen zu Leitungen, Wärmeübergabestation und Heizkreislauf im Haus.
Um Wärme von der Nahwärmeleitung abnehmen zu können, wird eine sogenannte Wärmeübergabestation (WÜST) benötigt. Das ist ein technisches Gerät, das in Ihrem bisherigen Heizungskeller montiert wird. Hier wechselt die Wärme die Seiten: Vom primären zum sekundären Heizkreislauf. Die WÜST misst etwa 1 Meter auf 1 Meter und hat eine Tiefe von etwa 40 Zentimetern.
Primär heißt: Die Nahwärmeleitung unter der Straße sowie der Abzweig auf Ihrem Grundstück bis in ihren Heizungskeller und zur WÜST.
Sekundär heißt: Der Anschluss der WÜST an den hausinternen Heizkreislauf.
Wichtig: Die Wasserkreisläufe bleiben getrennt. Nur die Wärme wird in der WÜST "übergeben". Daher auch der Name.
Für die Zuleitung ist eine Kernbohrung von etwa 30 Zentimetern Durchmesser durch die Außenwand des Hauses notwendig. Diese wird im Anschluss vollständig verschlossen und gedämmt. Feuchtigkeit und Kälte bleiben außen vor. Die Oberfläche wird von der Tiefbaufirma in ihren Ursprungszustand zurückversetzt.
Weitere Ausführungen finden Sie im endura-Ratgeber unter "Hausanschluss".
Für die Einbindung der Wärmeübergabestation (WÜST) in den hausinternen Heizkreislauf ist Ihr Heizungsinstallateur zuständig. Weitere Informationen zum Thema Hausanschluss finden Sie in unserem Wärme-Ratgeber.
Die Wärmeübergabestation (WÜST) ist relativ flexibel. Sollten Sie also in 10 Jahren bspw. Ihren Dachboden ausbauen und mehr Wärme benötigen ist die bestehende Technik dafür gerüstet. Das gleiche gilt, wenn Sie in Zukunft deutlich weniger Wärme benötigen sollten.
Weniger Leistung: Die Leistung kann mit einer Begründung reduziert werden.
Mehr Leistung: Die Wärmeübergabestation kann auch mehr Wärme übertragen. Dafür wird in aller Regel eine Nach-Justierung bei der bestehenden Technik ausreichen. Nur bei sehr großen Leistungssprüngen (bspw. beim Anbau eines neuen Gebäudeteils) muss die Wärmeübergabestation getauscht werden.
Eine Umstellung der Brauchwasseraufbereitung ist nicht notwendig. Der alte Warmwasserspeicher kann beibehalten werden, sofern er funktionsfähig ist. Alternativ kann eine Frischwasserstation eingebaut werden.
Selbstverständlich, lediglich der Wärmeerzeuger hat sich geändert. Alle Heizkörper sind weiterhin über die Thermostatventile regelbar.
Eine Erweiterung des bestehenden Nahwärmenetzes ist nur möglich, wenn in den einzelnen Straßen genügend Wärmeabnehmer zusammenkommen, so dass der Ausbau wirtschaftlich ist. Dabei spielt die sogenannte Trassenbelegungsdichte eine wichtige Rolle. Sie beschreibt die durchschnittliche Wärmeabnahme pro Meter Trasse.
Der Vorvertrag ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem späteren Antrag auf einen Nahwärmeanschluss. Mit ihm wird erfasst, welche Gebäude grundsätzlich an einem Nahwärmeanschluss interessiert sind. Eine Netzerweiterung wird nur umgesetzt, wenn sich genügend Gebäude beteiligen. Der Vorvertrag zeigt, wie groß das Interesse ist und gibt dem Eigenbetrieb eine verlässliche Basis für die weitere Planung und Investitionsentscheidung.
Wenn Sie sich für die Nahwärme entscheiden, beziehen Sie Ihre Wärme vom Netzbetreiber vor Ort. In Glatten ist das der Eigenbetrieb Nahwärmeversorgung Glatten (NWG). Ein Wechsel des Anbieters ist nicht vorgesehen. Damit alle Wärmekunden abgesichert sind, unterliegen die Verträge den Bestimmungen der AVBFernwärmeV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme). Diese sorgt für transparente Vertragsbedingungen und eine nachvollziehbare Preisgestaltung.
Die Versorgung erfolgt auf Grundlage der jeweils geltenden AVBFernwärmeV.
Der Vertrag hat eine Laufzeit von maximal 10 Jahren und verlängert sich danach automatisch jeweils um weitere 5 Jahre, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist in einem Wärmenetz geringer als bei einer Individualheizung. In einem Wärmenetz ist immer eine Redundanz da, die einen Ausfall eines einzelnen Wärmeerzeugers ausgleicht.
Im Falle eines Totalausfalls der Erzeuger können mobile Heizungen, sogenannte Hot Mobile, sehr kurzfristig an das Netz angeschlossen werden.
Über das Programm “Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)” wird der Umstieg auf Nahwärme gefördert. Die aktuellen Förderquoten liegen bei 30 bis 70 Prozent.
In Glatten ist ein Teil der Förderung bereits in den Anschlusskosten berücksichtigt, so dass Sie von einem günstigen Anschlusspreis profitieren. Zusätzlich können Sie die Kosten des Heizungsinstallateurs für die Arbeiten innerhalb Ihres Gebäudes (die sogenannten sekundärseitigen Maßnahmen) fördern lassen.
Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Förderung.
Die Kosten für einen Nahwärmeanschluss bestehen aus einmaligen Anschlusskosten sowie laufenden Kosten wie Grundpreis und Arbeitspreis. Die Anschlusskosten entstehen bei der Herstellung des Anschlusses. Die laufenden Kosten werden regelmäßig abgerechnet. Die Gebühren werden über die Gebührensatzung des Eigenbetriebs Nahwärmeversorgung Glatten geregelt.
In unserem Ratgeber Nahwärme können Sie nachlesen, wie sich die Kosten in Wärmenetzen generell zusammensetzen.
Die einmaligen Anschlusskosten werden als Pauschale angeboten. Sie umfassen:
Für weitere Leitungsmeter wird ein Aufpreis erhoben. Die Leitung und die Übergabestation bleiben im Besitz des Eigenbetriebs Nahwärmeversorgung Glatten. Dieser ist damit auch für Wartung und Instandhaltung zuständig.
Die Anschlusskosten liegen seit Beginn der Wärmenetzentwicklung in Glatten bei 7.000 Euro brutto für eine Anschlussleistung bis zu 25 kW. Im Verlauf der letzten vier Jahre sind jedoch die Baukosten laut Baupreisindex um 20 Prozent gestiegen. Der Eigenbetrieb muss die einmaligen Anschlusskosten deshalb erhöhen. Die Erhöhung wird bei maximal 20 Prozent liegen. Sie kann aber auch deutlich geringer ausfallen: Je mehr Menschen einen Vorvertrag unterschreiben, desto wirtschaftlicher wird das Netz und umso günstiger kann der Anschluss gestaltet werden.
Die laufenden Kosten werden mittels einer Wärmegebühr erhoben. Diese setzt sich aus Leistungs- und Arbeitspreis zusammen.
Der Leistungspreis ist von der Anschlussleistung abhängig und beträgt 50 Euro pro kW und Jahr. Der Arbeitspreis liegt einheitlich bei 11 Cent pro kWh. Dieser wird entsprechend Ihres tatsächlichen Verbrauchs bestimmt und wird nach genutzter Kilowattstunde abgerechnet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Verbrauch im Verhältnis zu Ihrer jetzigen Heizung sinkt. Beim Anschluss an das Wärmenetz entstehen keine Wirkungsgradverluste. Bei herkömmlichen Heizungen sind 10 bis 20 Prozent Verlust üblich. Das heißt: Bei der Nahwärme wird nur gezahlt, was tatsächlich verbraucht wird.
Außerdem wird eine Grundgebühr von 100 Euro pro Jahr fällig.
Alle Preise sind Netto-Preise.
Die Preise für die Nahwärme sind vom Eigenbetrieb in einer Gebührensatzung geregelt. Der Eigenbetrieb arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern dient der kommunalen Daseinsvorsorge. Das bedeutet: Die Preise sollen langfristig die tatsächlichen Kosten für Betrieb, Instandhaltung, Energieeinkauf und Investitionen decken – nicht mehr und nicht weniger.
Preisanpassungen erfolgen auf Grundlage einer Satzung, die vom Gemeinderat jährlich beschlossen wird.
Steigende Energie- und Betriebskosten sowie gesetzliche Vorgaben machen regelmäßige Anpassungen notwendig, um die Versorgungssicherheit und den zuverlässigen Betrieb des Netzes zu gewährleisten. Das Ziel des Eigenbetriebs ist es, eine faire, transparente und nachhaltige Wärmeversorgung für alle angeschlossenen Haushalte sicherzustellen.
Um sich einen Überblick über die finanziellen Vor- und Nachteile von Heizlösungen zu verschaffen, braucht es einen Vollkostenvergleich. Es gilt, Anschaffungs-, Betriebs- und Verbrauchskosten zu vergleichen und dabei die Lebensdauer der unterschiedlichen Geräte in den Blick zu nehmen. Eine Wärmeübergabestation ist z.B. sehr langlebig und wartungsarm und günstiger zu ersetzen als eine Wärmepumpe.
Der Vergleich ist nicht immer einfach, da sich die Kostenstrukturen der verschiedenen Systeme unterscheiden. Insbesondere die Nahwärme weist eine andere Preisgestaltung auf als die bisher gewohnten Gas- oder Ölheizungen. Auch der Vergleich mit der Anschaffung einer Wärmepumpe muss mehrere Aspekte berücksichtigen.
Die reine Betrachtung der Brennstoffkosten ist nicht aussagekräftig, ebenso wenig wie der alleinige Vergleich der Anschaffungskosten. Ein Vollkostenvergleich hilft dabei, sich einen realistischen Überblick zu verschaffen. Dieser berücksichtigt alle Kostenbestandteile: die Investitions-, die Betriebs- sowie die Verbrauchskosten. Wie Sie dabei vorgehen können, erläutert unser Beitrag zum Vollkostenvergleich im endura-Ratgeber.