Fachwerkhäuser in der Innenstadt von Dornstetten

Nahwärmenetz für Dornstetten

Nahwärme für Dornstetten

Das Wärmenetz für Dornstetten ist seit August 2025 im Bau. Und steht auf soliden Füßen: Gut 100 Verträge mit Wärmekunden sind abgeschlossen, der Eigenbetrieb Nahwärmeversorgung Dornstetten ist gegründet, ein tragfähiges Tarifmodell entwickelt und die technische Planung der Heizzentrale und der Trassen in Bauabschnitt 1 und 2 ist fertig gestellt. 

Lokale und klimaneutrale Wärmeversorgung

Das Nahwärmenetz bedeutet für alle privaten, kommunalen und kommerziell genutzten Gebäude eine langfristig wirtschaftliche und nachhaltige Versorgungsperspektive.

Die Wärme wird überwiegend von einem Holzhackschnitzelkessel sowie von einer Wärmepumpe erzeugt. Der Kessel verwertet Holzreste aus der Region. Die Wärmepumpe nutzt im Sommer die Außenluft und im Winter die Abluft des Holzkessels. Eine Photovoltaik-Anlage um die Heizzentrale liefert den Strom für die Wärmepumpe. Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk liefert ebenfalls Wärme und erzeugt zusätzlich Strom. Die Heizzentrale ist so geplant, dass die Energieträger sich gegenseitig ersetzen können, sollte einer ausfallen. Die technische Betriebsführung haben die Stadtwerke Freudenstadt übernommen.

Die Nahwärmeversorgung – und damit auch die Heizsysteme in den angeschlossenen Gebäuden – erfüllt alle Anforderungen des Gesetzgebers hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit. Das Projekt wird mit 5,75 Millionen Euro vom Bund gefördert.

Wärme in kommunaler Hand

Die Stadt ist Eigentümerin des Nahwärmenetzes und der Heizzentrale und sichert die nachhaltige und unabhängige Wärmeversorgung der Bürger:innen.

Vorteile der Nahwärme

› Sicher: Mehrere Wärmeerzeuger sorgen für eine hohe Versorgungssicherheit.

› Wartungsarm: Die hochwertige Übergabestation hat eine Lebensdauer von 35 - 40 Jahren.

› Komfortabel: Der Heizkessel wird entsorgt. Sie haben mehr Platz in Ihrem Keller.

› Unabhängig: Der Nahwärmetarif ist durch die Kombination mehrerer regionaler Energieträger weitgehend unabhängig von der Gas- und Öl-Preisentwicklung.

› Regional wertschöpfend: Nahwärme nutzt Rohstoffe und Ressourcen aus der Region und schafft Arbeitsplätze und allgemeine Wertschöpfung in der Region.

› Nachhaltig: Dank erneuerbarer Energien entsteht die Wärme klimafreundlich. Der CO2-Ausstoß wird erheblich reduziert.

› Rechtssicher: Alle gesetzlichen Anforderungen werden erfüllt (Gebäudeenergiegesetz)

› Kosten sparend: Der Anschluss in der Bauphase ist effizienter und daher kostengünstiger als ein nachträglicher Anschluss. 


So ist das Netz geplant

In Dornstetten ist der Bau des Wärmenetzes in drei Bauabschnitten geplant. In den Bauabschnitten 1 und 2 liegt die Trasse bereits fest. In Bauabschnitt 3 entscheiden neue Interessensbekundungen noch mit über den genauen Verlauf der Trasse.

Gebäudeeigentümer:innen in Dornstetten können jederzeit Interesse am Nahwärmeanschluss bekunden (s.u.). Die Zeit, in der die Rohrleitungsarbeiten laufen, können Gebäudeeigentümer:innen entlang der gesamten Trasse nutzen, um ihr Gebäude kurzfristig anschließen zu lassen. 

Ein Anschluss in der Bauphase ist effizienter und damit kostengünstiger als ein späterer Anschluss ans Wärmenetz. Wer seine bisherige Heizung noch eine Weile nutzen möchte, hat die Möglichkeit, sich eine sogenannte „Blindleitung“ legen zu lassen und erst später Wärme zu beziehen.

Den aktuellen Bauzeitenplan finden Sie auf der Webseite der Stadt Dornstetten.


Interessensbekundung: Jederzeit möglich

Sie möchten Ihr Gebäude gerne an das Nahwärmenetz anschließen? Dann füllen Sie bitte den Fragebogen unten aus. Folgendes können Sie danach erwarten:

  • Ihr Gebäude liegt in Bauabschnitt 1 oder 2 an der Trasse: Wir nehmen Kontakt zu Ihnen auf. Bei einem Vor-Ort-Termin klären wir anschließend alle Details. Ein Anschluss ist möglich, wenn im Bauverlauf noch ausreichend Zeit bleibt, Ihr Gebäude mit einzuplanen.
  • Ihr Gebäude liegt im 3. Bauabschnitt: Wir kommen etwa ein Jahr vor dem Baustart mit weiteren Informationen auf Sie zu. Sie brauchen nach dem Abschicken des Fragebogens nichts weiter zu unternehmen.
  • Ihr Gebäude liegt von der Trasse entfernt: Teilen Sie uns trotzdem gerne Ihr Interesse mit. Ein Anschluss wäre in diesem Fall derzeit wirtschaftlich nicht rentabel. Ihr Interesse wird jedoch für die geplante Erweiterung des Wärmenetzes ab 2029 aufgenommen. 

Jetzt den digitalen Fragebogen ausfüllen

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 5 Minuten. Wenn Sie die Unterlagen zur Wärmeversorgung gleich zu Hand haben, geht es noch schneller. Hier geht's los:


„Das Nahwärmenetz in Dornstetten bietet allen Bürger:innen eine große Chance. Mit einem Anschluss machen sie sich unabhängiger von den schwankenden Öl- und Gaspreisen, sie heizen klimafreundlich und sie erfüllen alle gesetzlichen Vorgaben.“

Katrin Rehm, Beraterin bei endura kommunal

Katrin Rehm, Beraterin bei endura kommunal

Beratungsangebot

Bei allen Fragen rund um die Nahwärme in Dornstetten nutzen Sie gerne die wöchentlichen Telefon-Sprechstunden mit den Expert:innen von endura kommunal:
dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr
Telefon: 0761 3869098-72
E-Mail:  nahwaerme@dornstetten.de



Newsletter

Mit der Anmeldung zum Newsletter bleiben Sie in Sachen Nahwärme auf dem Laufenden. Wir informieren Sie etwa 4 bis 6 Mal pro Jahr über Meilensteine im Projekt. Der kurze Infobrief fasst zusammen, was aktuell wichtig ist, beantwortet häufige Fragen und bietet Informationen zur Förderung.

Diesen kostenfreien und unverbindlichen Service können Sie jederzeit abbestellen. Sobald das Projekt beendet ist, löschen wir Ihre Daten. Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter.

Ja, ich möchte wissen, wie es mit der Nahwärme in Dornstetten weitergeht


Die häufigsten Fragen

Wir haben Ihnen hier Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt. Informationen dazu, wie Nahwärme funktioniert und wie die Wärme ins Haus kommt sowie zu Fördermöglichkeiten und grundsätzlichen Tarifstrukturen finden Sie auch in unserem Ratgeber Nahwärme

Netzanschluss

  • 1. Meine Heizung funktioniert noch. Warum sollte ich mich anschließen lassen?

    Es ist sinnvoll, langfristig zu denken und eine Öl- oder Gasheizung zu ersetzen. Fossile Energien werden über die CO2-Bepreisung kontinuierlich teurer. Für alle Eigentümer:innen, deren Heizung noch nicht das Austauschalter erreicht hat, gibt es die Möglichkeit, einen inaktiven Anschluss ("Blindleitung") zu verlegen. Wer einen inaktiven Anschluss ins Gebäude legen lässt, muss diesen innerhalb von 4 Jahren nach Erstellung des Hausanschlusses aktivieren und Wärme beziehen. Ein nachträglicher Anschluss ist möglich, allerdings ist ein Anschluss in der Bauphase effizienter und daher kostengünstiger.

  • 2. Meine Heizung hat das „Austausch-Alter“ noch nicht erreicht. Ich möchte mein Gebäude später anschließen lassen. Geht das?

    Im Prinzip ist ein Anschluss an das Netz auch später möglich. Es hat jedoch Vorteile, sich jetzt bereits eine sogenannte "Blindleitung" legen zu lassen. Ein späterer Anschluss als einzelne Baumaßnahme ist aufwändiger und damit voraussichtlich teurer als die Anschlusskosten während das Netz im Bau ist. Zwei wichtige Faktoren sollten Sie beachten:

    1. Wer jetzt eine „Blindleitung“ ins Gebäude legen lässt, hat bis zur Aktivierung maximal 48 Monate Zeit. Laut der Anschluss-Bedingungen des Eigenbetriebs muss innerhalb von 4 Jahren nach Erstellung des Hausanschlusses dieser aktiviert und Wärme bezogen werden. Wichtig: Bei der Finanzierung sollten Sie beachten, dass die (erheblichen) Fördermittel nur bereitgestellt werden, wenn Sie innerhalb von 36 Monaten nach Förderzusage Wärme beziehen und ihre fossile Altheizung ersetzen.
    2. Bei einem inaktiven Anschluss bezahlen Sie 70 % (mind. 6.300 €) der Anschlusskosten. Diese Gebühr wird nach Herstellung des Hausanschlusses bis zu den Absperrventilen im Keller fällig. Überlängen der Leitungen im Außenbereich müssen zu 100 % bezahlt werden. Die Wärmeübergabestation sowie die Verrohrung bis zur Hauseinführung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Nach der Installation werden die tatsächlichen Kosten in Rechnung gestellt.  
  • 3. Ist eine Sanierung des Gebäudes notwendig?

    Nein, eine Sanierung ist nicht notwendig. Auch bei unsanierten Gebäuden kann der Wärmebedarf durch das Wärmenetz in jedem Fall gedeckt werden. Allerdings reduziert sich nach einer energetischen Sanierung der Wärmebedarf und damit die Kosten für den Wärmebezug.  

  • 4. Kann ich Solarthermie/Photovoltaik/Heizstab/Brennholz weiter verwenden

    Ja, die Nutzung von anderen regenerativen Wärmequellen ist möglich.  

  • 5. Wem gehört die Leitung, wem gehört die Wärmeübergabestation (WÜST)?

    Hausanschlussleitung sowie Wärmeübergabestation (WÜST) bleiben im Eigentum des Eigenbetriebs. Für den internen Heizkreislauf, also den Anschluss von Wärmeübergabestation und Heizungssystem (Sekundärseite), ist der Gebäudeeigentümer zuständig. In unserem Wärme-Ratgeber finden Sie weitere Informationen zu Leitungen, Wärmeübergabestation und Heizkreislauf im Haus.

Technik im Haus

  • 1. Was passiert bei mir im Haus? Welche Technik wird benötigt?

    Um Wärme von der Nahwärmeleitung abnehmen zu können, wird eine sogenannte Wärmeübergabestation (WÜST) benötigt. Das ist ein technisches Gerät, das in Ihrem bisherigen Heizungskeller montiert wird. Hier wechselt die Wärme die Seiten: Vom primären zum sekundären Heizkreislauf. Die WÜST misst etwa 1 Meter auf 1 Meter und hat eine Tiefe von etwa 40 Zentimetern.

    Primär heißt: Die Nahwärmeleitung unter der Straße sowie der Abzweig auf Ihrem Grundstück bis in ihren Heizungskeller und zur WÜST.
    Sekundär heißt: Der Anschluss der WÜST an den hausinternen Heizkreislauf.

    Wichtig: Die Wasserkreisläufe bleiben getrennt. Nur die Wärme wird in der WÜST "übergeben". Daher auch der Name.

    Für die Zuleitung ist eine Kernbohrung von etwa 30 Zentimetern Durchmesser durch die Außenwand des Hauses notwendig. Diese wird im Anschluss vollständig verschlossen und gedämmt. Feuchtigkeit und Kälte bleiben außen vor. Die Oberfläche wird von der Tiefbaufirma in ihren Ursprungszustand zurückversetzt.

    Weitere Ausführungen finden Sie im endura-Ratgeber unter "Hausanschluss".

     

  • 2. Wie wird der Anschluss im Haus hergestellt?

    Für die Einbindung der Wärmeübergabestation (WÜST) in den hausinternen Heizkreislauf ist Ihr Heizungsinstallateur zuständig. Weitere Informationen zum Thema Hausanschluss finden Sie in unserem Wärme-Ratgeber.

  • 3. Was ist, wenn ich später mehr oder weniger Leistung benötige?

    Die Wärmeübergabestation (WÜST) ist relativ flexibel. Sollten Sie also in 10 Jahren bspw. Ihren Dachboden ausbauen und mehr Wärme benötigen ist die bestehende Technik dafür gerüstet. Das gleiche gilt, wenn Sie in Zukunft deutlich weniger Wärme benötigen sollten.   

    Weniger Leistung: Die Leistung kann mit einer Begründung reduziert werden. Damit reduziert sich bei Gebäuden, die mehr als 25 kW benötigen, auch der Grundpreis.  

    Mehr Leistung: Die Wärmeübergabestation kann auch mehr Wärme übertragen. Dafür wird in aller Regel eine Nach-Justierung bei der bestehenden Technik ausreichen. Nur bei sehr großen Leistungssprüngen (bspw. beim Anbau eines neuen Gebäudeteils) muss die Wärmeübergabestation getauscht werden. Mit einer Erhöhung der Bezugsleistung wird sich auch der Grundpreis bei Gebäuden, die mehr als 25 kW benötigen, erhöhen.  

  • 4. Wie erfolgt die Brauchwasseraufbereitung?

    Eine Umstellung der Brauchwasseraufbereitung ist nicht notwendig. Der alte Warmwasserspeicher kann beibehalten werden, sofern er funktionsfähig ist. Alternativ kann eine Frischwasserstation eingebaut werden. 

  • 5. Kann die Raumwärme weiterhin am Heizkörper reguliert werden?

    Selbstverständlich, lediglich der Wärmeerzeuger hat sich geändert. Alle Heizkörper sind weiterhin über die Thermostatventile regelbar.

  • 6. Gibt es Wartungsaufgaben?

    Die Wärmeübergabestation (WÜST) ist langlebig und wartungsarm. Unter Umständen steht eine Spülung des Schlammabscheiders an (selten).

Förderung, Wirtschaftlichkeit und Kosten

  • 1. Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

    Über das Programm “Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)” wird der Umstieg auf Nahwärme gefördert. Die aktuellen Förderquoten liegen bei 30 bis70 Prozent.  

    In Dornstetten ist ein Teil der Förderung bereits in den Anschlusskosten berücksichtigt, so dass Sie von einem günstigen Anschlusspreis profitieren. Zusätzlich können Sie die Kosten des Heizungsinstallateurs für den Arbeiten innerhalb Ihres Gebäudes (die sogenannten sekundärseitigen Maßnahmen) fördern lassen.  
    Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Förderung.

  • 2. Wie setzen sich die Kosten bei der Nahwärme zusammen?

    Die Kosten für einen Nahwärmeanschluss bestehen aus einmaligen Anschlusskosten sowie laufenden Kosten wie Grundpreis und Arbeitspreis. Die Anschlusskosten entstehen bei der Herstellung des Anschlusses. Die laufenden Kosten werden regelmäßig abgerechnet. Die Gebühren werden über die Gebührensatzung des Eigenbetriebs Nahwärmeversorgung Dornstetten geregelt. Im aktuellen Preisblatt finden Sie genauere Informationen.  

    In unserem Ratgeber Nahwärme können Sie nachlesen, wie sich die Kosten in Wärmenetzen generell zusammensetzen.

  • 3. Was kostet der Anschluss an die Nahwärmeversorgung in Dornstetten?

    Die einmaligen Anschlusskosten basieren auf den notwendigen Energieleistungen:

    • 1 bis 25 kW     => 9.000 Euro  
    • 26 bis 200 kW => 9.000 Euro plus 175 Euro für jedes kW über 25 kW
    • über 200 kW   => 39.625 Euro plus 75 Euro für jedes kW über 200 kW

    In diesen Kosten sind 10 Meter Außenleitung und 5 Meter Leitung im Innenbereich inbegriffen. Sollten längere Zuleitungen benötigt werden, kostet jeder zusätzliche Meter im Außenbereich 500 Euro und 250 Euro im Innenbereich.

  • 4. Wie hoch sind die laufenden Kosten?

    Die laufenden Kosten werden mittels einer Wärmegebühr erhoben. Diese setzt sich aus Grund- und Arbeitspreis zusammen. Der Grundpreis ist eine jährliche Pauschale. Der Arbeitspreis wird entsprechend Ihres tatsächlichen Verbrauchs bestimmt und wird nach genutzter Kilowattstunde abgerechnet. Genaue Auskunft gibt Ihnen das aktuelle Preisblatt.

    Die Höhe des Grundpreises ist dabei von der Anschlussleistung abhängig: Bis 25 kW beträgt dieser 600 € pro Jahr, für Leistungen zwischen 26 und 200 kW ebenfalls 600 € zuzüglich 30 € für jedes weitere kW über 25 kW. Der Arbeitspreis liegt einheitlich bei 14 Cent pro kWh (jeweils zzgl. MwSt). 

    Die Wärmegebühren werden wie bei der Wasserversorgung über eine Gebührensatzung geregelt und vom Gemeinderat jährlich auf Basis des Jahresergebnisses angepasst. Die aktuelle Satzung finden Sie auf der Webseite der Stadt Dornstetten unter Ortsrecht - Wirtschaftsunternehmen.

  • 5. Wie häufig werden die Preise angepasst?

    Die Preise für die Nahwärme sind vom städtischen Eigenbetrieb in einer Gebührensatzung geregelt. Der Eigenbetrieb arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern dient der kommunalen Daseinsvorsorge. Das bedeutet: Die Preise sollen langfristig die tatsächlichen Kosten für Betrieb, Instandhaltung, Energieeinkauf und Investitionen decken – nicht mehr und nicht weniger.

    Preisanpassungen erfolgen auf Grundlage einer Satzung, die vom Gemeinderat jährlich beschlossen wird. Die jeweils aktuelle Satzung finden Sie auf der Webseite der Stadt Dornstetten unter Ortsrecht/Wirschaftliche Unternehmen.

    Steigende Energie- und Betriebskosten sowie gesetzliche Vorgaben machen regelmäßige Anpassungen notwendig, um die Versorgungssicherheit und den zuverlässigen Betrieb des Netzes zu gewährleisten. Das Ziel des Eigenbetriebs ist es, eine faire, transparente und nachhaltige Wärmeversorgung für alle angeschlossenen Haushalte sicherzustellen. 

  • 6. Ist eine Wärmepumpe nicht günstiger? Wie kann ich die Kosten mit alternativen Heiztechnologien vergleichen?

    Um sich einen Überblick über die finanziellen Vor- und Nachteile von Heizlösungen zu verschaffen, braucht es einen Vollkostenvergleich. Es gilt, Anschaffungs-, Betriebs- und Verbrauchskosten zu vergleichen und dabei die Lebensdauer der unterschiedlichen Geräte in den Blick zu nehmen. Eine Wärmeübergabestation ist z.B. sehr langlebig und wartungsarm und günstiger zu ersetzen als eine Wärmepumpe.

    Der Vergleich ist nicht immer einfach, da sich die Kostenstrukturen der verschiedenen Systeme unterscheiden. Insbesondere die Nahwärme weist eine andere Preisgestaltung auf als die bisher gewohnten Gas- oder Ölheizungen. Auch der Vergleich mit der Anschaffung einer Wärmepumpe muss mehrere Aspekte berücksichtigen.

    Die reine Betrachtung der Brennstoffkosten ist nicht aussagekräftig, ebenso wenig wie der alleinige Vergleich der Anschaffungskosten. Ein Vollkostenvergleich hilft dabei, sich einen realistischen Überblick zu verschaffen. Dieser berücksichtigt alle Kostenbestandteile: die Investitions-, die Betriebs- sowie die Verbrauchskosten. Wie Sie dabei vorgehen können, erläutert unser Beitrag zum Vollkostenvergleich im endura-Ratgeber.

Zeitplan und Sicherheit

  • 1. Wie sieht der Bau- und Zeitplan für das Wärmenetz aus?

    Das Wärmenetz ist seit August 2025 im Bau. Bis Ende 2026 soll der Bauabschnitt 1 fertig gestellt sein. Bauabschnitt 2 folgt ab 2027. Ab 2028 wird Bauabschnitt 3 gebaut. Die aktuellen und detaillierten Bauzeitenpläne finden Sie auf der Webseite der Stadt Dornstetten.

  • 2. Mein Gebäude liegt in Bauabschnitt 3. Wann erfahre ich, ob meine Straße erschlossen wird?

    In Bauabschnitt 3 ist die Nahwärmetrasse noch nicht festgelegt. Eigentümer:innen des Bauabschnitts 3 werden im Herbst 2026 von der Stadt angeschrieben. Sie können auch vorab bereits Ihr Interesse bekunden, an das Nahwärmenetz angeschlossen zu werden. Die Trassen werden dort geplant, wo es wirtschaftlich sinnvoll und technisch machbar ist. Wenn Ihr Gebäude nicht an der Trasse liegen sollte, wird Ihr Interesse für den Ausbau des Netztes ab 2029 vorgemerkt.

Sonstige Fragen

  • 1. Was passiert wenn ein Wärmeerzeuger an einem sehr kalten Tag ausfällt?

    Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist in einem Wärmenetz geringer als bei einer Individualheizung. In einem Wärmenetz ist immer eine Redundanz da, die einen Ausfall eines einzelnen Wärmeerzeugers ausgleicht. In Dornstetten sind dies der Holzhackschnitzelkessel, die Wärmepumpe und das Blockheizkraftwerk.

    Im Falle eines Totalausfalls der Erzeuger können mobile Heizungen, sogenannte Hot Mobile, sehr kurzfristig an das Netz angeschlossen werden. 

  • 2. Habe ich die Möglichkeit, den Nahwärme-Anbieter frei zu wählen?

    Wenn Sie sich für die Nahwärme entscheiden, beziehen Sie Ihre Wärme vom Netzbetreiber vor Ort. In Dornstetten ist das der städtische Eigenbetrieb. Ein Wechsel des Anbieters ist nicht vorgesehen. Damit alle Wärmekunden abgesichert sind, unterliegen die Verträge den Bestimmungen der AVBFernwärmeV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme). Diese sorgt für transparente Vertragsbedingungen und eine nachvollziehbare Preisgestaltung. 

  • 3. Wird der Breitbandanschluss direkt mitverlegt?

    Der Breitbandanschluss wird mit in Ihr Haus gelegt, wenn sich Ihr Gebäude an der Backbone Trasse (Hauptstraße) befindet. In allen anderen Straßen werden Leerrohre von der Grundstücksgrenze bis zum Gebäude verlegt.